Systemstabillitätsverordnung

Nachrüstung von Photovoltaikanlagen aufgrund der Systemstabilitätsverordnung (SysStabV)

An dieser Stelle möchten wir Sie darüber informieren, dass Photovoltaikanlagen aufgrund der am 26. Juli 2012 in Kraft getretenen Systemstabilitätsverordnung nachgerüstet werden müssen. Die von der Umrüstung betroffenen Anlagen sind entsprechend der Anlagengröße und des Inbetriebnahmezeitpunktes nach den Regelungen der SysStabV wie folgt definiert:

Anschlussebene

Leistung

Inbetriebnahme

Nachrüstungsfrist

 

Niederspannung

 

> 10 kW-30 kW

 

 nach 31.08.2005

und

vor 01.01.2012

 

31.12.2014

 

> 30 kW-100 kW

 

31.05.2014

 

> 100 kW

 

nach 30.04.2001 und vor 01.01.2012

 

31.08.2013

 

Mittelspannung

 

> 30 kW-100 kW

 

nach 30.04.2001

und

vor 01.01.2009

 

31.05.2014

 

> 100 kW

 

31.08.2013

Tabelle 1: Nachrüstfristen gemäß § 8 Abs. 4 i.V.m. § 2 SysStabV

Quelle Prozessleitfaden für Netzbetreiber zur Nachrüstung von Photovoltaikanlagen gemäß der Systemstabilitätsverordnung (SysStabV), Berlin, 27. November 2012

Bitte beachten Sie, dass Photovoltaikanlagen, die in unterschiedlichen Bauabschnitten errichtet wurden, nach den Regelungen des Erneuerbare Energien Gesetzes möglicherweise zu einer Anlage zusammengefasst werden müssen.

Auszug aus dem Erneuerbare Energien Gesetzes
Entsprechend den Regelungen gemäß § 3 Nr. 1 SysStabV i. V.m. § 6 Abs. 3 EEG sind Anlagen zu einer Anlage zusammenzufassen, wenn:
„[...]
1. sie sich auf demselben Grundstück oder sonst in unmittelbarer räumlicher Nähe befinden und

2. innerhalb von zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten in Betrieb genommen worden sind.Entsteht eine Pflicht nach den Absätzen 1 und 2 für eine Anlagenbetreiberin oder einen Anlagenbetreiber erst durch den Zubau von Anlagen einer anderen Anlagenbetreiberin oder eines anderen Anlagenbetreibers, kann sie oder er von dieser anderen Anlagenbetreiberin oder diesem anderen Anlagenbetreiber den Ersatz der daraus entstehenden Kosten verlangen."

 

Sofern eine oder mehrere Anlagen von der Umrüstung betroffen sind, erhalten die Anlagenbetreiber eine schriftliche Mitteilung von der Butzbacher Netzbetrieb GmbH & Co. KG, die die weitere Vorgehensweise beschreibt.

Diese Nachrüstung durch eine durch den Netzbetreiber zu beauftragende Fachkraft ist für die Anlagenbetreiber kostenlos, Sie sind aber gesetzlich zur Mitwirkung verpflichtet.

Mit der Umrüstung haben wir die ovag Netz GmbH in 61169 Friedberg, Hanauer Straße 9-13 beauftragt, die die erforderlichen Arbeiten und die Koordination von der

ENACO Energieanlagen- und Kommunikationstechnik GmbH in
82216 Maisach, Tulpenstraße 19
E-Mail: wr-umruestung.bng@enaco.de
Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr Tel.-Nr.: 08141 907 143
Fax-Nr.: 08141 907 240

ausführen lässt.

Bitte senden Sie die ausgefüllten und unterzeichneten Datenerhebungsbögen direkt an die oben angegebene Adresse Rückfragen richten Sie bitte ebenfalls direkt an die ENACO Energieanlagen- und Kommunikationstechnik GmbH. Dort ist ein entsprechender Informationsservice eingerichtet.
Sollten Sie weitere Datenerhebungsbögen zur SysStabV benötigen, finden Sie diese hier.

Zur Beantwortung weiterer Fragen zur Nachrüstung Ihrer Anlage wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium, dem Bundeswirtschaftsministerium, den Netzbetreibern, dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE), dem BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Antworten erarbeitet.
Diese stehen Ihnen unter www.solarwirtschaft.de/betreiber.html oder www.bdew.de/50-2Hz oder www.zveh.de/50-2-hz zur Verfügung.